Irgendwo in Iowa…

Unser großes Abenteuer

Familienzuwachs

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So, jetzt haben wir euch aber lange genug mit Landschafts- und Grillfotos zugeschüttet. Nun gibt es noch eine ganz tolle Neuigkeit zu berichten, wir haben nämlich seit gut zwei Wochen wieder einen vierbeinigen Hausgenossen!

Gestatten, mein Name ist Reese!

Nein, ich bin nicht der Schipfel, auch nicht sein kleiner Bruder, wenn wir wohl auch verdammt viel Ähnlichkeit miteinander haben. Ich bin 5 Jahre alt und habe die letzten 4 Monate im Tierheim in Des Moines gelebt. Mein letzter Dosenöffner war plötzlich weg (verstorben) und seine Angehörigen konnten wohl nichts mit mir anfangen und haben mich ins Heim gestopft.

Dort war ich ziemlich unglücklich, ich bin nämlich sehr schüchtern und ängstlich, und immer, wenn Leute mich besuchen wollten, habe ich mich in der hintersten Ecke von meinem „Cat Condo“ verkrochen (das Condo ist ein Raum, in dem mehrere Katzen zusammen leben – immerhin besser als Einzel-Käfig-Haltung, aber für den kleinen Reese muss es ziemlich schlimm gewesen sein.) Jedenfalls hat mich so nie ein potentieller neuer Dosenöffner entdeckt, und wenn nicht Martina als volunteer beim Tierheim angefangen und mich gesehen hätte, würde ich wohl heute noch dort hocken.

Martina hat mich ein paar Mal alleine besucht und eines Tages kam sie dann mit einem anderen Menschen zusammen, das war der Peter. Die beiden fanden mich ganz toll und total süß, und so kam es, dass ich noch am selben Abend plötzlich in einen Käfig gesperrt und in ein Auto getragen wurde. Das war mir alles ziemlich unheimlich, und als die beiden mich dann in ihrem Wohnzimmer aus dem Käfig rausließen, bin ich sofort unter dem nächstbesten Sofa verschwunden und habe dort die folgenden zwei Tage und Nächte verbracht. Das war auch nicht gerade witzig, aber ich hatte soviel Angst, dass ich mich einfach nicht rausgetraut habe, noch nicht mal zum Fressen oder um aufs Klo zu gehen.

Am dritten Abend haben die beiden mich dann mit so leckeren Cream Treats bestochen, dass ich doch tatsächlich mal ganz kurz unter dem Sofa hervorgekommen bin – und schwupps, da haben sie mich direkt geschnappt und eine Treppe hoch getragen. Ich musste so dringend, dass ich dem Mann erstmal aufs T-Shirt gepinkelt habe – aber er hat es mir nicht übel genommen, zum Glück.

Die nächsten Tage habe ich dann in einem neuen „Condo“ verbracht, aber da war ich wenigstens alleine und hatte meine Ruhe. Die neuen Dosenöffner haben mich ganz oft besucht und waren sehr lieb zu mir. Ich hatte leckeres Dosenfutter, ein Katzenklo ganz für mich alleine und habe mich ganz langsam von der Zeit im Tierheim erholt. Irgenwann war dann plötzlich die Zimmertür offen und ich habe mich mal ganz vorsichtig umgeschaut. In einem anderen Zimmer stand ein großes Bett und ich habe mich sofort darunter gelegt. Jetzt schlafe ich immer tagsüber unter dem Bett und abends, wenn meine Dosenöffner schlafen gehen, traue ich mich jetzt sogar schon, auf das Bett zu springen und ein bisschen bei ihnen zu sein. Ich glaube, die mögen mich wirklich gerne, und ich habe schon gar nicht mehr so viel Angst wie am Anfang.

Demnächst gibt es bestimmt noch viel mehr Neues von mir zu erzählen. Und hier könnt ihr noch mal sehen, was für ein hübscher Kerl ich bin:

Bis bald,

euer Reese

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