Irgendwo in Iowa…

Unser großes Abenteuer

Urlaub in Door County 1.0

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Und es geht gleich weiter, ehe ich es mir wieder anders überlege! 😉

Die Zeitmaschine ist immer noch in Betrieb, wir sind jetzt im September 2018.  Ihr erinnert euch vielleicht, dass Peter im Herbst 2017 geschäftlich in Wisconsin zu tun hatte und ganz begeistert war, wie europäisch es dort aussah und vor allem, wie riesig doch der Lake Michigan ist. Damals war ja die Idee entstanden, dort einmal Urlaub zu machen, und nachdem wir unser Zelt ja nun im Garten getestet und für gut befunden hatten, sollte es also ein Campingurlaub werden. Wir hatten uns schon im Vorfeld einen schönen Campingplatz ausgesucht und dort für die ersten beiden Nächte eine Holzhütte reserviert. Am dritten Tag wollten wir unser Zelt aufbauen und von dort an „richtig“ campen…

Tja, soweit die Theorie. Es kam allerdings alles ganz anders, denn das Wetter hat uns einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Es war ungewöhnlich kühl und für die kommenden Tage war sehr viel Regen und Sturm vorhergesagt, so dass wir gleich nach der ersten Nacht in unserer „Cabin“ die Reservierung für den Zeltplatz storniert und für den Rest unseres Aufenthaltes eine etwas größere Cabin angemietet haben. Die Cabins lagen praktischerweise direkt nebeneinander, so dass wir den „Umzug“ zu Fuß durchführen konnten. Die größere Cabin hatte einen abgetrennten Schlafbereich mit einem (sehr bequemen) Doppelbett und zwei Etagenbetten, die wir wunderbar als Kleiderschrank und Gepäckablage nutzen konnten. Im vorderen Bereich gab es ein (sehr unbequemes und durchgesessenes) Sofa, einen Tisch mit 4 Stühlen, einen Kühlschrank und eine Mikrowelle. Das war’s dann allerdings auch an Luxus, vor der Tür gab es fließendes kaltes (sehr gut schmeckendes) Wasser und für die körperliche Hygiene und andere „Notwendigkeiten“ mussten wir die zentral gelegenen (sehr sauberen, aber leider nur unzureichend beheizten) Dusch- und Toilettengebäude aufsuchen – was besonders nachts um 3h nicht wirklich witzig war. Aber wir WOLLTEN ja campen und im Zelt hätten wir natürlich noch viel weniger Komfort gehabt.

So hat unser Zelt also die ganze Zeit im Kofferraum gelegen und wurde nicht ein einziges Mal aufgebaut, was zwar schade war, aber bei nächtlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt und dem teilweise doch echt heftigen Wind und Regen war das definitiv die richtige Entscheidung. Der Urlaub war trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen) sehr schön und Door County hat uns wirklich sehr gut gefallen. Schade war, dass wir auf Grund der kühlen Witterung eigentlich kaum mal draußen sitzen konnten, was ja eigentlich – in meinen Augen zumindest – den Charme von Campingurlaub ausmacht, sondern, wenn wir nicht gerade unterwegs waren, meistens in unserer Cabin saßen, die wir dank zwei Heizlüftern einigermaßen beheizen konnten.

Ab jetzt lassen wir mal wieder die Bilder sprechen und wünschen euch viel Spaß beim Anschauen!

Das vollbepackte Auto, im Hintergrund der Lake Michigan:

Unsere (zweite) Cabin mit einem von Peter aufgebauten Tarp davor, das uns bei dem heftigen Regen gute Dienste geleistet hat:

Der Campingplatz lag mitten im Wald – im Hochsommer bei 35°C sicher toll, aber zu dieser Jahreszeit hätte ich persönlich mir weniger Bäume und dafür etwas mehr Sonne gewünscht …

Vorbereitungen für das einzige Draußen-Frühstück:

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Impressionen vom Lake Michigan:

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Einer der zahlreichen Hofläden:

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Von diesem Parkplatz aus sind wir zu unserer einzigen Radtour durch den Peninsula Statepark aufgebrochen – man beachte die Vielzahl an dort abgestellten Autos!! 😹🤣

Und hier ein kleines Video von der Radtour – sogar mit Live-Kommentar!

 

Auf einer Wanderung durch einen anderen State Park:

Ganz überrascht waren wir, dass es hier in Amerika die gleichen Pilze gibt wie bei uns – hier ein Prachtexemplar von Hallimasch:

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Es gab zwar eine Mikrowelle in der Cabin, aber die wurde direkt am ersten Tag in eine Ecke gestellt (und als Lagerfläche für Gewürze etc. genutzt), denn Peter hatte ja einen Campingkocher und sogar einen kleinen Camping-Backofen angeschafft, die reichlich zum Einsatz kamen.

An einem besonders verregneten Tag, an dem selbst ich nicht rausgehen wollte, haben wir uns die Zeit mit Apfelkuchen backen und essen vertrieben!

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Tja, und dann hieß es auch schon wieder Abschied nehmen von Door County. Nachdem wir unser Auto wieder vollbeladen hatten, sind wir zum Frühstücken ins Rusty Tractor Cafe gefahren:

Es war eine umgebaute Scheune, die innen sehr gemütlich und mit viel Liebe zum Detail eingerichtet war:

Und das Frühstück konnte sich sehen lassen … ungesund, aber SEEEEEHR lecker!!!

Das war Urlaub in Door County 2018 … und jetzt wird die Zeitmaschine wieder ausgeschaltet, und gleich geht es im Mai 2019 weiter …!

2 Kommentare

  1. Das Beste ist der „volle“ Parkplatz 🙂 Aber wenn das Wetter nicht so toll ist, gehen die Amerikaner anscheinend nicht vor die Tür. Sie amüsieren sich wahrscheinlich über die „crazy Germans“ 🙂

  2. Interessanter Beitrag! Sehr schöne Bilder, laden dazu ein selbst mal dort ein Weilchen zu verbringen und die Seele baumeln zu lassen
    Toll das ihr euren Urlaub so aktiv gestaltet!:-)
    Liebe Grüße aus dem heute endlich mal sonnigen Deutschland

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